Jüdisches Leben in Dichtung und Musik
30. Oktober 2026, 17 Uhr

»Zur Heimat erkor ich mir die Liebe«

Sibylle Kuhne, Lesung
Svetlana Yudelevych, Violine

»Zur Heimat erkor ich mir die Liebe«
Jüdisches Leben in Dichtung und Musik
Sibylle Kuhne, Lesung
Svetlana Yudelevych, Violine

30. Oktober 2026, 17 Uhr
Eintritt auf Spendenbasis
Die Rathausgalerie Grimma lädt am Freitag, dem 30.10.2026, 17 Uhr, zu einem musikalisch-literarischen Programm unter dem Titel „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“ ein.

Die Schauspielerin Sibylle Kuhne hat dafür Gedichte und Texte jüdischer Autorinnen und Autoren, vor allem in aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgewählt, darunter von Else Lasker-Schüler, Rose Ausländer, Mascha Kaléko und Itzik Manger. Die Texte handeln von Ruhe- und Heimatlosigkeit, aber auch von Liebe, Angst und Glücksmomenten. Zum näheren Verständnis wird Sibylle Kuhne Erläuterungen zum biografischen Hintergrund der Autoren einfließen lassen. Das außergewöhnliche, literarische Programm wird musikalisch von der ukrainischen Violinistin Svetlana Yudelevych mit jiddischer Musik umrahmt.
In diesem bewegenden Zusammenspiel entsteht aus dem Text von einst ein lebendiges Gedenken, das auch Fragen an die Gegenwart richtet. Der Veransstaltungsraum in der Rathausgalerie ist barrierefrei. Im Anschluss an das etwas 75 minütige Programm besteht die Möglichkeit zum Gespräch.

Die aktuelle Ausstellung der lettischen Künstlerin Kate Kalniete ist an dem Abend zu sehen. Im Vorfeld des 9. November 2026 fügt sich dieser literarische Höhepunkt ein in die jährliche Tradition des Gedenkens in Grimma, wo seit 2009 die verlegten Stolpersteine aus Anlass des Jahrestages der Reichpogromnacht geputzt, mit Kerzen und Rosen versehen und damit immer wieder in das gesellschaftliche Gedenken geholt werden.