Das grafische Werk & oeuvres méditerranéennes

Elke Daemmrich

Grafik, Malerei
11. Juli bis 23. August 2026

Elke Daemmrich "Wotan", Kupferätzung, 40 x 30 cm, 2020
Elke Daemmrich "Die Akrobaten", Öl auf Leinwand, 110 x 100 cm, 2019
Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 11. Juli 2026, 11.00 Uhr möchten wir Sie und Ihre Freunde recht herzlich einladen.

Einführende Worte von Jutta Vogt und Elke Daemmrich
Musikalische Umrahmung: Heiner Reinhardt, Bassklarinette
Elke Daemmrich

geboren in Dresden.

Lebt und arbeitet in Autignac, Südfrankreich und Dresden,

1990 bis 1994 Mitglied der Künstlergruppe "Leipziger Blauer Reiter", um Manfred Martin d.Ä.

1993 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin, für ihr Projekt "Das Licht des Südens", 6monatiger Arbeitsaufenthalt in der Provence, in Lacoste, Frankreich.

1997 bis 99 Projekt um Goya und den Stierkampf in Malerei und Kupferstich, Edition mit dem Goya Museum und Personalausstellung im Museum. Es entstehen ihre ersten Radierungen und Kupferstiche.

Seit 1988 einhundertfünfzehn Einzelausstellungen und mehr als 200 Ausstellungsbeteiligungen.

Elke Daemmrich ist membre sociétaire der FONDATION TAYLOR - Paris, der A.I.A.P.- Comité National Monégasque auprès de l’Unesco, unter der hohen Schutzherrschaft von SAS Le Prince Albert II, Principauté de Monaco und der GEDOK Mitteldeutschland, Leipzig.
Elke Daemmrich lebt und arbeitet seit 1993 in Südfrankreich und in ihrer Geburtsstadt Dresden…. zwischen den Welten gewissermaßen, und überrascht immer wieder mit ihren Bildern, die in ihrer Art und ihrer Vielfalt nicht so leicht ihresgleichen finden.
Denn sie eröffnen uns eine ganz eigene Welt – etwa so, wie das der Dalai Lama sagte: „Ein Bild in einem Spiegel, ein Regenbogen am Himmel und eine gemalte Sonne – all diese Dinge werden wahrgenommen, aber in ihrem Wesen sind sie nicht das, was sie zu sein scheinen. Betrachte die Welt mit aufmerksamen Augen, und du siehst eine Illusion, den Traum eines Magiers.“
Elke Daemmrichs Bilder haben diese magischen Kräfte. Auf den ersten Blick faszinieren die Gemälde oft durch eine ungeheure Fülle an kunstvoll miteinander verwobenen Farben und Formen…. War es bei den frühen mediterranen Bildern aus Frankreich vielleicht noch die pure Begeisterung für Farbe und Licht, für Lebensgefühl und Stimmung der Menschen und der Landschaft – die aber damit auch schon einen bemerkenswerten Gegensatz bildete zum tristen teutonischen Grau, den zähen deutschen Diskussionen und germanischer Kleinlichkeit. Aber bald schon verbünden sich die Farben zu kleinen oder großen revolutionären Zellen, die den Übeln zwischen den Welten – der Welt, wie sie ist, und wie sie sein könnte, zu Leibe rücken…
Wenn es sein muss, verzichtet sie auch ganz Farben – wie in ihrer Grafikserie zum Syrien-Krieg. Aber dennoch macht Elke Daemmrich keine vordergründige Agitationskunst. Im Gegenteil – sie ist eher eine aufmerksame und hintergründige Beobachterin und künstlerische Chronistin mit einer ganz eigenen Handschrift, die unsere Zeit und die Orte, an denen sie sich aufhält, sehr genau erlebt und ihr Erleben in ihre Bilder einfließen lässt. Elke Daemmrich ist nicht nur zwischen Deutschland und Frankreich unterwegs.
Stipendien und Ausstellungen – im Ausland inzwischen fast mehr als in Deutschland – führen sie rund um die Welt, und überall lässt sie sich auch auf die problematischen Seiten der Geschichte und der Gegenwart ein. Ob sie sich in der „Cleveland Suite“ unter anderem dem ersten farbigen Bürgermeister der Stadt zuwendet, der Verbesserungen für die People Of Colour anstrebte, ob sie die Kontraste zwischen Wolkenkratzern und Armutsvierteln ins Bild setzt, oder ob sie sich sensibel staunend und forschend den Widersprüchen im Leben und Werk Richard Wagners widmet – in ihren Gemälden und Grafiken begegnen einander oft Schönheit und Gefahr.
Und oft täuscht der erste Anschein. Hinter den leuchtenden Farben, den miteinander verwobenen Linien und Formen, die ein Netz der Schönheit, auch der grafischen wie malerischen Meisterschaft bilden, verbirgt sich die Hässlichkeit der Welt, verbergen sich ihre unaufgelösten Konflikte – ganz nach dem berühmten Satz aus Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“, dessen Ende oft nicht mit zitiert wird, obwohl es seinen Sinn erst ganz erschließt: „Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch gerade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich.“
Es ist, als wollte die Künstlerin die Schönheit retten… ganz nach der Erkenntnis des koreanisch-deutschen Philosophen und Kulturwissenschaftlers Byung-Chul Han: „Das Schöne als das Andere hebt die Gewalt der Zeit auf. Die Krise der Schönheit besteht heute gerade darin, dass das Schöne auf seine Vorhandenheit, auf seinen Gebrauchs- oder Konsumwert reduziert wird. Die Konsumtion vernichtet das Andere. Das Kunstschöne ist ein Widerstand gegen sie.“
Elke Daemmrichs Bilder wehren sich gegen das schnelle Konsumieren, sie verlangen genaueres Hinschauen – erst dann entfalten sie ihre ganze Magie. Sie zeigen eine komplexe Welt, die es uns manchmal schwer macht, einen menschlichen Weg zu finden – aber indem sie diese Welt malt, zeigt sie auch, dass man in der Welt manchmal zweifeln kann, dass man an ihr aber nicht verzweifeln muss.
In Elke Daemmrichs Bildern begegnen sich Realität und Traum in einer vielfältigen Farb- und Formensprache, die Erinnerungen an die farbintensive Malerei spanischer Künstler weckt, aber auch an die Linienführung einiger deutscher Expressionisten. Sie verwebt konstruktive und figürliche Elemente, es gibt Anklänge an den Surrealismus und den magischen Realismus. Sie beherrscht die kraftvolle Exaktheit klassischer deutscher Grafik von Albrecht Dürer bis Karl Georg Hirsch. So schafft Elke Daemmrich ein ungeheuer reiches Werk, das gleich einem Sternschnuppenregen auf die Betrachter fällt.
Was in der tatsächlichen Welt noch gefangen ist als ihr selbst-, weil menschenge-machtes Unheil, wird in dieser Kunst befreit als Farbe, Linie, Form, – als Vorschein auf die Befreiung der Menschen und der Natur. Das passt zu der Welt, in der wir leben mit ihren nahen und fernen Kriegen, ihrer Armut, Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Aber wie das bei Sternschnuppen so ist – wenn man sie sieht, darf man sich etwas wünschen – aber eigentlich darf man den Wunsch nicht verraten. Heute machen wir aber mal eine Ausnahme….
Matthias Zwarg
Stipendien, Preise und Förderungen (Auswahl)

2025 Symposium Via Regia, GEDOK, Alter Parkfriedhof, Leipzig-Plagwitz.

Stipendium Forum NOMOS, NOMOS, SA, Roland Schwertner KG, Glashütte.

2023 Projektförderung, Landeshauptstadt Dresden.

Finalistin des Kunstpreises der Bernd und Gisela Rosenheim Stiftung,

„Krieg und Frieden“ Haus für Stadtgeschichte, Offenbach am Main.

2021 Jurypreis für Malerei, Salon A.I.A.P. UNESCO, Principauté de Monaco.

2019 Stipendium des Ohio Art Council und der Landeshauptstadt Dresden,

Arbeitsaufenthalt in der Zygote Press, Cleveland, Ohio, USA .

2018/19/20/25 Stipendium Richard Wagner Stätten, Pirna.

2018 Stipendium - Ankauf, Künstlerbahnhof Ebernburg, Bad Kreuznach.

2017 Preis der UNESCO-Kommission, Salon AIAP UNESCO, Principauté de Monaco.

2016 Soutien á la création, DRAC Languedoc-Roussillon, Montpellier, Frankreich.

2015 Prix Résidence Moulin à Nef, Virginia Center for the Creative Arts, VA, USA .

Acquisitions 2015, Fondation Colas, Boulogne-Billancourt / Paris, Frankreich.

Encouragement Fonds Avi Pregniard, Fondation Taylor, Paris, Frankreich.

2014 Individual Support Grant, Adolph & Esther Gottlieb Foundation Inc. New York, USA.

2013 Jill Conner critic choice award, Manhattan Arts International, New York, USA.

1993 Stipendium Stiftung Kulturfonds Berlin für einen 6 monatigen Arbeitsaufenthalt

in der Provence, Südfrankreich für das Projekt „Das Licht des Südens“.

Einzelausstellungen (Auswahl)

2026 El meu Mediterrani, Castell de Benidormiens, Castell d´Aro, Spanien (Katalog).

2025 Mediterran, Museum für Kunst, Rockenhausen.

Retrospective 30 ans de gravures, Chapelle du Tiers Ordre, Perpignan, Frankreich.

2024 Entre les mondes, Château Royal, Collioure, Frankreich.

2023  Zwischen den Welten, Kunstwandelhalle, Bad Elster (Katalog).

Zwischen den Welten, Kunstverein Eisenturm, Mainz.

 Flora mythologica und Grafische Werke aus zwei Jahrzehnten,

Kleine Galerie / Stadtmuseum Döbeln.

 La belle vie, Salon AIAP UNESCO, Principauté de Monaco (Katalog).

2022  Flora mythologica, Jardin Antique Méditerranéen, Balaruc les Bains, Frankreich.

 Zwischen den Welten, Galerie am Domhof, Zwickau.

 Rheingold und Elbsilber, Kulturstiftung Leipzig, Leipzig.

2021  Mein lieber Schwan, Richard-Wagner-Stätten Graupa, Pirna.

 Entre les mondes, Musée Hofer Bury, Laverune (Montpellier), Frankreich.

2020  Zwischen den Welten, Villa Eschebach, Dresden.

 Entre els mons, Galerie Societat de l´Amistat, Cadaques, Katalonien.

 Rheingold und Elbsilber, Goethe Institut, Toulouse, Frankreich.

2019  Rheingold und Elbsilber - Wagnerlandschaften in Radierungen von Elke

Daemmrich, Richard-Wagner-Stätten Pirna.

 L´or du Rhin et l´argent de l´Elbe, Hôtel Flottes de Sebasan, Pézenas, Frankreich.

 Foreign affaires, Galerie Zygote Press, Cleveland, Ohio, USA.

2018  La Méditerranée dans tous ces états, Musée Art & Histoire, Bormes-les-Mimosas, F.

Rotenfels, Künstlerbahnhof Ebernburg, Bad Kreuznach.

2017 La Méditerranée dans tous ces états, Chapelle des Pénitents Bleus, Narbonne, F.

2016  La Méditerranée selon Elke D., Chapelle des Pénitents Bleus, La Ciotat, Frankreich.

2015 La Méditerranée selon Elke D., Galerie A.I.A.P. Unesco, Principauté de Monaco.

 A Antoine de Saint Exupéry, IFW Leibniz-Institut, Dresden.

2014  Mittelmeer trifft Schweinfurt, Museum Otto Schäfer und Kunstverein Schweinfurt,

Schweinfurt (Katalog).

Konkretes und Organisches, Galerie am blauen Wunder, Dresden.

 Elke Daemmrich - Peintures et gravures, Galerie 100, Berlin.

2013  Elke Daemmrich - peintures et gravures, Galerie d’art contemporain,

Palais Bénédictine, Fecamp, Frankreich.

 La femme cachée, Galerie Eqart, Marciac, Frankreich (Katalog).

2012 Paradies und Apokalypse, Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder.

Rétrospective - peintures et gravures de 1993 - 2012, Salles Jean-Hélion,

Centre Nicolas-Pomel, Issoire, Frankreich (Katalog).

2011 Meer Farben entdecken, Galerie der BASF Schwarzheide GmbH (Katalog).

2010 Peintures, Galerie de la tête d’obsidienne, La-Seine-sur-mer, Frankreich (Katalog).

El meu Mediterrani, Museu del Cantir, Argentona, Barcelona, Spanien.

Pinturas y grabados, Sala de exposiciones UNED, Calatayud, Spanien (Katalog).

2009 Katalanische Meeresbilder, Galerie Finkbein, Dresden.

2009 Brau, Blum y mar, Museu de la Mediterrania, Torroella de Montgri, Spanien.

2000 Taureaux, Centre d´art contemporain Raymond Farbos, Mont-de-Marsan und

Galerie La tour de Cardinaux, L´Isle-sur-la-Sorgue, Frankreich

1999 Los toros, Musée Goya, Castres, Frankreich (Katalog).

1997 Elke Daemmrich - Malerei, Galerie Kalinka, Dresden.

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

Principauté de Monaco:

Salon A.I.A.P. UNESCO, Salle d'exposition de la Principauté. Grimaldi Forum. Auditorium Rainier II. Jardin Exotique.

Frankreich:

Art en Capital - Salon des artistes Francais, Paris. Biennale 109, City Internationale des Arts, Paris. Salon Figuration Critique, Bastille Design Center, Paris. Salon d´Automne, Pavillons aux Champs Elysées, Paris. Musée d´Art Moderne, Ceret. Fondation Colas, Boulogne-Billancourt - Paris. Galerie Sophie Julien, Beziers. Galerie Sens Interieur, Port Gogolin. Musée International des Arts Modestes, Sète. Musée Ingrès, Montauban. Galerie du bout du monde, Saint Hyppolythe du Fort, Frankreich. MAMC, Cordes-sur-Ciel.

Deutschland:

Ostsächsische Kunsthalle, Pulsnitz. Museum für Druckkunst, Leipzig. Grafikstiftung Schreiner, Bad Steben. Städtische Galerie Ada, Meiningen. Galerie Schön, Bonn-Bad Godesberg. Galerie Felix, Dresden. Galerie am blauen Wunder Dresden. Ministerium für Kunst und Wissenschaft Dresden. Galerie Kalinka, Dresden. Galerie Mitte, Dresden.

Schweiz:

Grafik Triennale Grenchen, Kunsthaus Grenchen.

USA:

A.I.R. Gallery, Brooklyn, New York. The Haggus Society, Los Angeles, USA. Latin art museum, Pomona, Los Angeles.

Sammlungen

Frankreich

Musée Goya, Castres. Musée Toulouse Lautrec, Albi. Bibliothèque Nationale de la France, Paris. Musée d´art moderne et contemporain, Cordes sur Ciel. Fondation Colas, Boulogne-Billancourt. Collections d´art des villes de La Ciotat, Narbonne, Ceret, Anglet, Chamalières. Musée Hofer Bury, Laverune, Montpellier.

Deutschland

Sächsischer Landtag Dresden. IFW Leibnitz Institut Dresden. Sächsische Landesärzte-kammer Dresden. Helmholz-Zentrum Dresden Rossendorf. Kunstfonds der Stadt Dresden. Richard-Wagner-Stätten Pirna. Ernst Rietschel Kulturring, Pulsnitz. BASF Schwarzheide GmbH. Museen der Stadt Schweinfurt. GRS Köln und Garching. Museen der Stadt Schweinfurt. Museen der Stadt Zwickau.

USA

Ohio Art Council, OH. Zygote Press, Cleveland, OH. Oceanside Museum of Art, CA.

Spanien

UNED, Calatayud. Biblioteca Nacional de Espana, Madrid. Societat l´Amistat, Cadaqués.

Fons d´Art, Castell de Benidormiens, Castell d´Aro. Museu Xavier Rosa, Agaete.

Privatsammlungen

USA, Kanada, Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Niederlande.