7. 2. – 22. 3. 2026

Regine Bartholdt

Fotografie

Andreas Tauber

Malerei

Andreas Tauber
„Elefant“, Acryl auf Karton, 2021
Regine Bartholdt
Lichtgrafik 2022-124, Fotografie
Andreas Tauber
"Fisch", 60 x 80cm, Akryl auf Karton, 2010

Regine Bartholdt, Fotografie
Andreas Tauber, Malerei

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 7. Februar 2026, 11.00 Uhr
möchten wir Sie und Ihre Freunde recht herzlich einladen.
Musik: Annekathrin Rammelt, Violine
Laudatio: Stefan Schymura
Regine Bartholdt inszeniert ihre Bilder aus dem Spektrum des Lichts. Nach ihrer Ausbildung als Fotografie-Meisterin entwickelte sie ihr freies künstlerisches Werk sowohl aus den technischen Vorausstzungen der Fotografie als auch aus dem Spiel mit den bildnerischen Mitteln der Malerei innerhalb der Fotografie.
Die Lichtgrafiken von Regine Bartholdt entstehen durch Überlagerung mehrerer fotografischer Aufnahmen. Das Ergebnis ist ein abstrakter geometrischer Formenschatz kombiniert mit sensibel ausgewogenem Farbspiel. Ohne mythologische Aufladung fesseln diese variationsreichen Bilder durch eine geordnete energetisierende Tiefe. Regine Bartholdt wurde 1965 in Leipzig geboren und lebt heute in Wurzen.

Der in Leipzig lebende Maler Andreas Tauber wurde 1967 in Erfurt geboren. Sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst schloss er 1993 mit einem Diplom in der Fachrichtung Buchkunst/Grafikdesign ab. Sein Wissen um Schriftgestaltung und Schriftgrafik, scheint unverhohlen und mit hoher Präzision unter dem virtuosen farbigen Bildaufbau seiner Werke hindurch.
Taubers Motive, häufig aus dem Tier- und Pflanzenreich stammend, behaupten sich durch starke Vereinfachung auf der Fläche gegenüber der flimmernden rätselhaften Struktur aus Ornamenten und Zeichen. Mit nüchterner Klarheit, Disziplin und einem Hauch Ironie formuliert Tauber seine ästhetische Antwort auf eine Welt digitalen Überflusses und verminderter Orientierung.
Regine Bartholdt ist in Leipzig geboren und absolvierte dort in verschiedenen Ateliers Ihre Ausbildung zur Fotografin. Sie lebt und arbeitet in Wurzen. Die Ausstellung zeigt Bilder der Serie Lichtgrafiken aus den Jahren 2020 bis 2025. Die Inszenierung der Formen mit den Farben des Lichts, deren Schichtungen, Überlagerungen und seine latente Sicherung auf dem fotografischen Material sind die Grundlage dieser Bilder. Sie laden ein zum Sehen und dazu unser Verständnis von Realität und Illusion neu zu entdecken.

LICHTGRAFIK
Die Inszenierung der Form mit dem Spektrum des Lichts. Das sind die Lichtgrafiken von Regine Bartholdt. Durch die Überlagerung mehrerer fotografischer Aufnahmen entstehen Bildwelten mit einem energetischen und wechselhaften Vokabular. Stehen Linie und Fläche, Hell und Dunkel, Bewegung und Statik in Konkurrenz oder Harmonie? Vorsätzlich von den konventionellen Umgangsformen mit dem Fotoapparat abzuweichen ermöglicht das unendliche Spiel abstrakte Bilder nach einer künstlerischen Idee entstehen zu lassen. Die Objektivität der Technik wird der Subjektivität unterlegen. Vertieft man sich in die Ereignisse auf den Bildflächen, geht fast jeglicher Bezug zur gegenständlichen Welt verloren. Lichtgrafiken laden dazu ein, das Verständnis von Realität und Illusion neu zu überdenken. www.licht-grafik.de

Die Arbeiten von Andreas Tauber haben einen hohen Wiedererkennungswert: sie setzen sich aus unzähligen, einzelnen geometrischen Elementen zusammen. Manchmal erinnern sie an Buchstaben, manchmal an fremde Schriftzeichen oder Symbole, und bilden durch eng nebeneinander liegende farbige Linien größere Flächen, die klare, abstrahierte Tier- oder Pflanzenformen füllen.
Unsere Wahrnehmung schwankt zwischen den Einzelheiten und dem Gesamtbild, was das Betrachten lebendig und spannend macht. In manchen Blättern zieht sich ein dichtes Gefüge ineinander verwobener Zeichen über die ganze Fläche. Die Elemente ähneln einander, wiederholen sich aber nur scheinbar.
Das Spiel mit Reihung und Variation führt zu Bildmustern und überraschenden Effekten.
Andreas Tauber erprobt optische und emotionale Möglichkeiten verschiedener grafischer Mittel und macht dabei Entdeckungen, die Sinnesempfindungen transportieren und neue Ideen zu den Dingen vermitteln. Die intensiven Farben geben den Zeichnungen Fülle und Klang. Kontraste sind wohltuend ausbalanciert. Erinnerungen an textile Arbeiten des Bauhauses werden ebenso geweckt, wie die an schriftgrafische Übungen der Schul- oder Studienzeit. Mit Schrift und Schriftgrafik hat sich der 1967 in Erfurt geborene Andreas Tauber schon in der Schulzeit befasst, als er die Förderkurse der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in Weimar besuchte und an Sommerkursen im nahegelegenen Tiefurt teilnahm. Dem Abitur folgte eine kurze Tätigkeit in der Druckerei Fortschritt in Erfurt und anschließend das Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, das Andreas Tauber 1993 mit einem Diplom in der Fachrichtung Buchkunst/Grafikdesign abschloss. Seit 1993 ist der Grafiker freischaffend in Leipzig tätig. Einer Welt des elektronischen Überflusses und der verminderten Orientierung setzen seine disziplinierten Grafiken rhythmische Anordnung, Klarheit und Harmonie entgegen, in die wir uns mit großem ästhetischen Genuss vertiefen können.